Teil 2: Mikronährstoffe, die einen positiven Einfluss auf COVID 19 und Long-COVID haben können  
In meinem letzten Newsletter habe ich die Zusammenhänge zwischen Vitamin D Serumspiegel und dem Verlauf einer Covid-19 Infektion erwähnt. Uwe Gröber erwähnt in seinem Buch « COVID-19 und Long-COVID. Bessere Resilienz durch immunrelevante Mikronährstoffe » auch neben den bereits erwähnten Vitamin D, Zink und Selen andere Mikronährstoffe.
Heute möchte ich über bereits bekannte positive Effekte bei einer SARS-CoV-2 Infektion durch Zugabe von Vitamin A und Vitamin C berichten.
Vitamin A (Retinol)
Ein Vitamin A Defizit stellt auch in wohlhabenden Ländern ein Problem da. In den USA führen etwa 75% der erwachsenen Bevölkerung und in Deutschland um die 25% nicht die empfohlene Tagesmenge an Vitamin A zu. Ein Mangel hat unter anderem eine negative Auswirkung auf unser Immunsystem, da Vitamin A unseren Immunschutz reguliert. Es verbessert die Immunabwehr der Schleimhäute. Bei einem Vitamin A Mangel Status können also Infektionen der Atemwege gefördert werden. Allgemein besteht ein erhöhtes Risiko, an viralen Infektionen zu erkranken und einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden. Uwe Gröber empfiehlt daher älteren Menschen, Erwachsenen und Jugendlichen eine tägliche Einnahme von 2000-4000 IE Vitamin A (Retinol), um einer Virusinfektion der Atemwege vorzubeugen.
Vitamin C (Ascorbinsäure)
Durch falsche Ernährungsgewohnheiten, ungesunden Lebensstil und erhöhten Vitaminbedarf sieht man anhand von Studien, dass über 50-75% der Erwachsenen in den Niederlanden und Deutschland die Empfehlung von 90mg Vitamin C pro Tag nicht erreichen. Damit ein gesunder Mensch ausreichend Vitamin C zu sich führt, sollte er täglich etwa fünf Portionen frisches Obst und Gemüse essen, je bunter desto besser.
Vitamin C hat neben der immunstärkenden Wirkung auch eine wichtige Funktion als Antioxidans.
Sinnvoll ist eine Kombination mit dem Flavonoid Quercetin als Prävention und Therapie bei viralen Atemwegserkrankungen im Allgemeinen und bei Coronavirus-Infektion im Speziellen. Der oxidative Stress und die Entzündungsvorgänge können so verringert werden. Uwe Gröber beschreibt bei Patienten mit schweren Covid-19 Erkrankungen durch hohe Gaben von Vitamin C eine signifikante Verbesserung des Heilungsprozesses.
Als Prävention empfiehlt er 1000 – 3000 mg Vitamin C, beispielsweise als Ester-C plus Quercetin über den Tag verteilt. Quercetin kommt in Obst und Gemüse vor, kann auch präventiv ergänzt werden. Die Empfehlung ist hier 1000 – 2000 mg Quercetin pro Tag.Im nächsten Beitrag möchte ich über die Gruppe der B-Vitamine und ihre positiven Wirkungen auf unser Immunsystem erzählen.

Wenn du noch Fragen zu dem Thema « Mikronährstoffe » hast, komme gerne in der Apotheke an der Wien vorbei und lass dich von uns beraten. Wir freuen uns auf dich!