Homöopathie - Pollenallergie

Homöopathie - Pollenallergie

Homöopathie – Pollenallergie

Viele Kundinnen und Kunden kommen in die Apotheke und sind verunsichert, ob die rinnende Nase nun durch eine virale Infektion  oder durch eine allergische Reaktion hervorgerufen wird, obwohl eine Allergiebereitschaft bisher noch nicht bekannt war.

In diesem Beitrag möchte ich kurz erklären, warum Allergien immer gehäufter vorkommen und welche homöopathischen Mittel rasch Linderung bringen können.

Allergie Typ 1, die Sofort-typ Allergie, ist eine spontane Abwehrreaktion des körpereigenen Immunsystems nach einem Kontakt mit sonst harmlosen Stoffen, wie zum Beispiel Pollen, Nahrungsmittel, Arzneimittel, Tierhaare oder Hausstaubmilben.

Die Gründe, warum allergische Reaktionen immer mehr zunehmen, werden zurzeit viel diskutiert.
Die Wahrscheinlichkeit eine Neigung zu allergischen Reaktionen zu vererben ist hoch.
Außerdem scheinen Umwelteinflüsse eine große Rolle zu spielen.
Die Grundlagenforscherin Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann beschäftigt sich mit der Umwelt-Mensch Interaktion mit Schwerpunkt allergischer Erkrankungen.
Sie erklärt, dass der Klimawandel die Pollen aggressiver macht. Die Erderwärmung, die zunehmende Hitze und die Umweltschadstoffe führten zu steigenden Ozonwerten. Dies wiederum hat zur Folge, dass das Ozon direkt auf den Menschen wirkt und bei ihm die Entstehung einer Allergie fördert. Außerdem erhöhen die steigenden Ozonwerte in den Pollen die Ausschüttung von Allergenen und deren Aggressivität.
Stress, eine geschädigte Darmflora und psychische Probleme werden neben einer übertriebenen Hygiene auch als mögliche Ursachen für die Entstehung von Allergien angenommen.
Ich möchte hier einige Möglichkeiten auflisten um allergische Symptome homöopathisch vorzubeugen oder zu behandeln. Meine Auflistung beinhaltet nur eine Auswahl der zur Verfügung stehenden homöopathischen Einzelmittel, die auch zur Selbstmedikation geeignet sind.

Bei schweren allergischen Symptomen bis hin zu asthmatischen Anfällen empfehle ich jedenfalls den Besuch eines homöopathischen Arztes. Mein Team und ich beraten Sie gerne auch persönlich  in der Apotheke an der Wien.

Neben den homöopathischen Globuli gibt es auch sehr gute Komplexmittel, die allergische Symptome rasch lindern können. Dafür wäre eine Beratung in der Apotheke wichtig, da es für  unterschiedliche Beschwerden mehrere Arzneien zur Verfügung stehen. Einmal die richtige Arznei individuell gefunden, kann diese dann jede Saison angewendet werden und Erleichterung bringen. Vielen unserer Kunden können so die Einnahme von Antihistaminika stark reduzieren bis sogar weglassen.

Pollen (Süßgräserpollen)

Pollen wird bei der saisonalen Allergie, im besonderen bei Heuschnupfen angewendet. Bei Fließschnupfen, Augentränen, juckenden Augen und asthmaähnlichen Symptome kann es Linderung bringen.

Potenz: D6, D12

Dosierung: 3 mal täglich 5 Globuli

Man kann bei starkem allergischen Schnupfen  auch Pollen mit Histamin und Apis kombinieren

Histamin muriaticum

Histamin wird als sogenannter Entzündungsmediator bei allergischen Reaktionen im Körper ausgeschüttet und führt zu den typischen Symptomen einer Allergie.

Nach dem homöopathischen Ähnlichkeitsprinzip hilft Histaminum besonders bei allergischen Reaktionen der Haut, wie Juckreiz, brennendes Gefühl und Hautausschlägen. Auch bei Insektenstichen oder Sonnenbrand kann es mit Histaminum zu einer Besserung der Symptome kommen.

Potenz: D6, D12

Dosierung: 3 mal täglich 5 Globuli

Apis mellifica (Gift der Honigbiene)

Apis wird als homöopathische Arznei bei Symptomen eines Bienenstiches angewendet. Die Haut schwillt an und ist stark gerötet. Typisch sind brennende, beißende und stechende Schmerzen, die durch kalte Umschläge gelindert werden.

Potenz: D6, D12

Dosierung: 3 mal täglich 5 Globulin, bei akuten Stichen auch halbstündliche Einnahme

Cardiospermum (Herzsame)

Man sagt Cardiospermum eine kortisonartige Wirkung nach. Es wird daher bei juckenden Hautausschlägen, vor allem solche die allergischer Natur sind, auch als Salbe aufgetragen. Ebenso bei Sonnenallergie kann Cardiospermum Linderung bringen.

Potenz: D2-D4, als Urtinktur in Salben, auch in D6, D12 als Globuli

Galphimia (kleiner Goldregen)

Galphimia ist ein Mittel zur prophylaktischen und akuten Behandlung von Heu- bzw. Fließschnupfen.

Zur Prophylaxe bei Heuschnupfen gibt man das Einzelmittel bis zu 6 Wochen vor dem zu erwartenden Beschwerdezeitraum die Potenz D12 als Globuli, 1-3 mal täglich 5 Globuli
Bei akuten Beschwerden greift man zu D6 und kann alle zwei Stunden 5 Globuli nehmen.

Allium cepa (Küchenzwiebel)

Ähnlich wie bei Sinapsis nigra wird auch Allium Cepa bei Fließschnupfen und häufigen Niesen eingesetzt.

Die Nase läuft mit einem wund machendem Sekret unaufhörlich. Die Augen sind gereizt und tränen, wie beim Zwiebel schneiden.

Besserung bei frischer Luft.

Potenz: D6, D12

Dosierung: bei akuten Beschwerden auch alle 30 Minuten, bei Besserung alle 2 Stunden

Sabadilla (Läusesamen)

Sabadilla wird bei allergischem Fließschnupfen mit starken Niesanfällen wie bei Pollen- oder Hausstauballergie angewendet. Die Nase ist wund und brennt, Rachen und Gaumen jucken. Die Sekrete verdicken sich. Ein Nasenloch ist verstopft, man atmet schnarchend.

Potenz: D6

Dosierung: 3 mal täglich 5 Globuli

Euphrasia officinalis (echter Augentrost)

Angewendet wird Euphrasia officinalis, wenn die Augen tränen, jucken und brennen. Es kann bei Bindehautentzündungen helfen und wenn die Augenlider angeschwollen sind.

Potenz: D6

Dosierung: 3 – 6 mal täglich 5 Globuli oder als Augentropfen